Eröffnung des 2. Alster Literaturfestivals – Frauke Otto und Wilhelm Bartsch

Bild von Marina Krauth, Vorstand, sowie Frauke Otto, die ein von ihr entworfenes Künstlerbuch hält, und Wilhelm Bartsch

Künstler- oder Schriftstellerpaare faszinieren seit eh und je – für die Buchkünstlerin Frauke Otto und ihren Mann, dem Schriftsteller und Dichter Wilhelm Bartsch war der gemeinsame Auftritt am Neuen Wall eine Premiere. Wilhelm Bartsch, zuletzt 2025 ausgezeichnet mit dem Bremer Literaturpreis, las aus seinem neuen Buch Meckels Messerzüge und trug aus dem Band Hohe See und niemands Land Gedichte vor. Eine logische Überleitung zur Präsentation der Künstlerbücher seiner Frau. Für das Künstlerbuch Das seltsame Verschwinden des Malers Alfred Partikel dichtete Wilhelm Bartsch ein Haiku, für Ozymandias übertrug er ein Gedicht von Shelley in Hieroglyphen. Insgesamt präsentierte Frauke Otto, deren Künstlerbücher in bedeutenden nationalen und internationalen Sammlungen vertreten sind, 5 verkäufliche Titel.
Die besondere Idee für ein Buchprojekt, Text, Topographie und Material bestimmen die Qualität ihrer erfolgreichen künstlerischen Arbeit. Beide verrieten, sich während der Arbeit grundsätzlich nicht in den Arbeitsprozess des anderen einzumischen. Erst nach Fertigstellung eines Werkes befasse man sich damit. Beide Akteure waren wie das Publikum begeistert vom ersten gemeinsamen Abend.

Die Veranstaltung wurde gefördert von Felix Jud Friends.